. Lösungswege

Alt, krank und teuer?

Das neue Bundesgesundheitsblatt umfasst zwölf Beiträge, vier davon aus dem Robert Der Demografische Wandel ist das Thema der soeben erschienenen Mai-Ausgabe des Bundesgesundheitsblatts. In dem Heft werden mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung und die damit verbundenen Herausforderungen für die gesundheitliche Versorgung analysiert. Und es werden mögliche Lösungswege präsentiert.
Alt, krank, teuer?

Alt, krank, teuer?

Koch-Institut. Neben einer eingehenden Analyse werden theoretische Grundlagen, Konzepte und Modellvorhaben vorgestellt, wie den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft begegnet werden kann, und wo sich Chancen der Weiterentwicklung und Neuorientierung ergeben.

Mit der Alterung der Bevölkerung verändern sich Krankheitsspektrum und Versorgungsbedarf der Bevölkerung. Herausforderungen an die gesundheitliche Versorgung und die sozialen Sicherungssysteme ergeben sich zum einen durch die Zunahme bestimmter Gesundheitsprobleme wie etwa zum Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen, Demenzen, zum anderen durch Multimorbidität und daraus folgende funktionale Beeinträchtigung, Behinderung im Alltag und Pflegebedürftigkeit.

Wie das Bundesgesundheitsblatt deutlich macht, müssen zukunftstaugliche Prognosen aber auch Veränderungen durch den medizinischen Fortschritt, eine zunehmende Prävention, eine sich verändernde Gesundheitsversorgung sowie Änderungen im Gesundheitsverhalten berücksichtigen. Hier stellt das Gesundheitsmonitoring des RKI mit seinen langfristig angelegten wiederholten Surveys sowie einer neu aufgebauten Längsschnittkomponente (Panel) eine wichtige Grundlage dar, um zukünftig differenziertere Analysen und Prognosen der zukünftigen Entwicklung zu ermöglichen.

Auch wenn die ungünstigsten Prognosen nicht eintreffen, steht das Gesundheitssystem vor grossen Herausforderungen. Das Themenheft enthält dazu eine Positionsbestimmung der Ärzteschaft. Ein weiterer Beitrag analysiert die aus dem demografischen Wandel resultierenden Chancen für die Gesundheitswirtschaft. So schafft der wachsende Bedarf an Pflege und gesundheitlicher Versorgung wiederum neue Arbeitsplätze. Auch Telemedizin und Gesundheitstechnik für eine alternde Gesellschaft entwickeln sich mit hoher Geschwindigkeit. Mecklenburg-Vorpommern ist durch Abwanderungen von Einwohnern im erwerbstätigen (und gebärfähigen) Alter vom ehemals jüngsten zum ältesten Bundesland geworden. Es werden Lösungsmodelle vorgestellt, die dort eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung sicherstellen sollen.

Das Bundesgesundheitsblatt wird herausgegeben von den Bundesinstituten im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Das Robert Koch-Institut ist Sitz der Redaktion. Die Monatszeitschrift ist über den Buchhandel erhältlich oder direkt beim Verlag (Tel: 06221-345-4303, E-Mail subscriptions(at)springer.de). Die Abstracts der Beiträge sind auch unter http://www.bundesgesundheitsblatt.de/ abrufbar.

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