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Alkohol und Sport – Warum sie nicht zusammenpassen

Wer regelmäßig Sport treibt, sollte auf alkoholische Getränke möglichst verzichten. Denn Alkohol vermindert die Regenerationsfähigkeit des Körpers, kann das Herz belasten und das Muskelwachstum bremsen.
Alkohol, Sport

Vor oder nach dem Sport Alkohol? Das ist nicht ratsam, wenn man sportlichen Fortschritt erzielen will

Alkohol und Sport passen aus verschiedenen Gründen nicht zusammen: Vor dem Sport genossen – das gilt auch für den Abend davor – macht er träge und langsam. Zudem weitet Alkohol die Blutgefäße, was den Körper auskühlt und den Organismus Energie verlieren lässt. Auch die Verletzungsgefahr steigt unter Alkoholeinfluss an. Alkohol nach dem Sport wiederum bremst die Regeneration, behindert das Muskelwachstum und damit den sportlichen Fortschritt.

Verminderte Regenerationsfähigkeit

In der Juni-Ausgabe ihres Newsletters „ALKOHOLSPIEGEL“ informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) über die negativen Effekte von Alkoholkonsum beim und nach dem Sport. Prof. Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, erläutert: „Alkohol hat als Zellgift zahlreiche negative Auswirkungen auf die körperliche Fitness. Unter Alkoholeinfluss sinken Koordinations- und Reaktionsfähigkeit, wodurch das Risiko für Sportverletzungen steigt.“

Der Konsum von Alkohol nach dem Sport habe zudem zur Folge, dass Stoffwechselvorgänge, die für den Muskelaufbau nötig sind, nur eingeschränkt stattfinden können. „Schon kleine Mengen Alkohol nach dem Training behindern die Regeneration des Muskelgewebes“, so Thaiss. Außerdem entzieht Alkohol dem Körper Wasser, das für die Nähr- und Mineralstoffversorgung der Muskulatur benötigt wird. Dies kann im Extremfall auch am Herzmuskel zu gefährlichen Rhythmusstörungen führen.

 

Alkohol stört den Schlaf und belastet die Leber

Ein weiteres Problem: Alkohol verschlechtert die REM-Schlafphasen. In diesen regeneriert der Körper jedoch am meisten. Außerdem belastet Alkohol die Leber. Hier wird er abgebaut – genauso wie die Milchsäure, die als Stoffwechselendprodukt der Muskeln entsteht. Weil die Leber den Abbau von Alkohol aber als dringlicher einstuft, bleibt die Milchsäure länger im Körper. Die Folge ist eine langsamere Regeneration.

Foto: Adobe Stock / estradaanton

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Hauptkategorie: Prävention und Reha
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