Rückblick: 4. Digitalforum Gesundheit 2024
Über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnte Gesundheitsstadt Berlin zum 4. Digitalforum Gesundheit am 29. Februar 2024 begrüßen. Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Krankenhaus, IT, Medizintechnik und Digital Healthcare, aus der Selbstverwaltung, der Gesundheitspolitik, der Wissenschaft und der Forschung tauschten sich unter dem Motto „Digitale Versorgung einfach machen! Von der künstlichen zur kollektiven Intelligenz“ in den Design Offices Berlin Humboldthafen zu wesentlichen Fragen der Digitalisierung des deutschen Gesundheitswesens aus.
„Das Digitalforum Gesundheit ist der Place-to-be, wenn man Digitalisierung im Gesundheitswesen umsetzen will: Gesundheitsstadt Berlin möchte mit seinem Digital-Kongress eine Plattform des Austauschs, ein Netzwerk und Kooperationsmöglichkeiten bieten – mit dem Fokus auf Trends und Innovationen“, sagte Dr. med. Iris Hauth, Vorsitzende von Gesundheitsstadt Berlin e. V. am Rande des Digitalkongresse von Gesundheitsstadt Berlin im Videointerview.
„Es ist für uns enorm wichtig, dass wir hier auf dem Digitalforum Gesundheit vom Versorgungspfad aus denken – daher denken, wie der Patient am Ende versorgt wird und wie hier die Digitalisierung helfen kann, diese Schritte zu vereinfachen“, betonte Prof. Dr. Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn, der die Keynote gehalten hat. „Hier sind viele Implementierer, viele die sich tagtäglich mit der Digitalisierung im Gesundheitswesen beschäftigen. Da nimmt man viele Ideen und neue Anregungen mit, die man in der Praxis auch umsetzen kann“, führte Streeck aus.
„Mit unserem Kongressmotto ‚Digitale Versorgung einfach machen!‘ haben wir zwei Ziele verfolgt: Die Digitalisierung muss einfach für alle Beteiligten sein – für Patientinnen und Patienten und für diejenigen, die sie umsetzen. Gleichzeitig müssen wir Digitalisierung einfach machen, statt immer nur darüber zu diskutieren", sagte Dr. Daniel Dettling, Geschäftsführer der Gesundheitsstadt Berlin e. V.
Award „Beste digitale Lösungen aus den Bundesländern“
Einer der Höhepunkte des Digitalforums war die Verleihung des Awards „Beste digitale Lösungen aus den Bundesländern“.
Ursula Nonnemacher, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz sowie stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Brandenburg, ehrte die drei Sieger des Awards: Recovery Cat (Berlin), x-cardiac GmbH (Berlin) und „GeRas: Geriatrische Rehabilitationserfolge nachhaltig sichern“ (Baden-Württemberg).
Der Award würdigt die herausragenden Leistungen und die transformative Wirkung der Digitalisierung auf das Gesundheitswesen. „Die Qualität der Einreichungen hat uns beeindruckt. Nicht nur die Beiträge der diesjährigen Preisträgerinnen und -träger denken Versorgung neu und bieten umsetzbare digitale Lösungen. Sektorenübergreifend braucht das deutsche Gesundheitswesen neue Impulse. Mit dem Award von Gesundheitsstadt Berlin möchten wir den Innovationstreibern im Gesundheitswesen ein Forum bieten“, erklärt Dr. med. Iris Hauth, Vorsitzende von Gesundheitsstadt Berlin e.V.
STUDIE „Digitale Lösungen aus den Bundesländern – Antworten auf den demografischen Wandel und den Ärztemangel im ländlichen Raum“
Ausführlich vorgestellt werden die Preisträgerinnen und -träger und weitere innovative Projekte und Plattformen in der neuen Trendstudie des Vereins Gesundheitsstadt Berlin „Digitale Lösungen aus den Bundesländern – Antworten auf den demografischen Wandel und den Ärztemangel im ländlichen Raum“, unterstützt von der PVS Holding.
„In der Studie zeigen wir eine Auswahl der besten digitalen Lösungen aus den Bundesländern, die bereits eine bedarfsgerechte, personalisierte, digitalisierte und sektorenübergreifende Gesundheitsversorgung ermöglichen. Das Potenzial zeigt: „Digitale Medizin Made in Germany“ kann zum Erfolgsmodell werden“, erklärt Dr. Daniel Dettling, Geschäftsführer der Gesundheitsstadt Berlin GmbH.
Zu den Treibern der zukünftigen Gesundheitsversorgung gehören Megatrends wie Demografie, New Work, Digitalisierung und Individualisierung. »4 P« werden die Gesundheitswelt von morgen prägen: Personalisierung und Patientenorientierung, Prävention und Public Health.
Die Kluft zwischen steigendem Versorgungsbedarf, Fachkräftemangel und begrenzten finanziellen Ressourcen fordern das Gesundheitssystem zunehmend heraus. Die neuen Digital- und Datennutzungsgesetze der Bundesregierung sind der Startschuss für einen Wettbewerb um die besten Lösungen.
Immer mehr Bundesländer machen sich auf den Weg in eine bessere digitale Zukunft. Das Ziel der in der Studie vorgestellten digitalen Lösungen ist eine bedarfsgerechte, personalisierte, digitalisierte und sektorenübergreifende Gesundheitsversorgung, in der qualitativ hochwertige Strukturen sinnvoll gebündelt und intelligent miteinander verzahnt werden.
Digitale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichen in Zukunft eine passgenaue und qualitativ hochwertige Versorgung. „Präventiv und digital vor ambulant und stationär“ wird dabei zum Leitmotiv bei der Bewältigung der Herausforderungen im Gesundheitswesen.