Fachtagung KRITIS: „Das deutsche Gesundheitswesen in Krieg und Katastrophe: Prüfstein für den Föderalismus“

6. März 2025

Deutschland steht vor hybriden Bedrohungen – von Cyberangriffen bis zur Gefährdung kritischer Infrastruktur. Ein möglicher NATO-Konflikt würde Deutschland zur logistischen Drehscheibe Europas machen. 

Mit dem Operationsplan Deutschland (OPLAN DEU) hat die Bundeswehr begonnen, diese Rolle Deutschlands zu definieren und auszufüllen. 
Was bedeutet der Operationsplan Deutschland für den zivilen Sektor allgemein und das Gesundheitswesen im Besonderen? Wie und worauf sollen sich Krankenhäuser und deren Träger, Landkreise, Kommunen und Bundesländer vorbereiten?

Im Rahmen unserer zweiten Fachtagung KRITIS: „Das deutsche Gesundheitswesen in Krieg und Katastrophe: Prüfstein für den Föderalismus“ haben wir Entscheidungsträger:innen aus Bund und Ländern, Bundeswehr, Hilfs- und Blaulichtorganisation sowie Akteur:innen aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammengebracht, um sich zu diesen Themen auszutauschen und das notwendige Netzwerk auf- und auszubauen.

Wie müssen sich Krankenhäuser, Kommunen und Länder vorbereiten?
Welche Strukturen braucht der Bevölkerungsschutz?
Wie sieht eine nationale Patientensteuerung aus?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt der KRITIS-Fachtagung „Das deutsche Gesundheitswesen in Krieg und Katastrophe: Prüfstein für den Förderalismus.“ Entscheidungsträger_innen aus Politik, Bundeswehr, Hilfsorganisationen und Wirtschaft diskutieren, wie das Gesundheitswesen krisenfest gemacht werden kann.

Die Fachtagung KRITIS ist eine Kooperationsveranstaltung von Gesundheitsstadt Berlin und dem BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin (ukb).

Fachtagung KRITIS: „Krankenhaus in Krise, Terror, Krieg"

14. März 2024

Die Gefahr eines Angriffs auf Krankenhäuser im Rahmen eines Konflikts oder eines Terroranschlags wie auch eines Massenanfalls von Verletzten in Europa ist größer geworden. Die Überlastung der Krankenhausinfrastruktur Deutschlands (oder sogar direkte Angriffe auf diese) als zentrale Leistungsträger des Gesundheitssystems hätten schwerwiegende humanitäre, politische und wirtschaftliche Folgen, deren psychologische Effekte geeignet sind, die Resilienz der Gesellschaft negativ zu beeinflussen. Aus diesem Grund sind Krankenhäuser hochattraktive Ziele für unterschiedliche Akteure. …mehr
 

Smart Green Care and Hospital: Berlin und Brandenburg als Klimavorreiter im Gesundheitswesen?

5. Dezember 2024

Der deutsche Gesundheitssektor ist für die Produktion von circa sechs Prozent der Treibhausgase wie CO2 verantwortlich und liegt damit über den Emissionen des Flugverkehrs und der Schifffahrt. So verbrauchen alleine Krankenhäuser pro Bett und Jahr im Mittel etwa 25.000 Kilowattstunden (kWh) thermische Energie und 7.800 kWh elektrische Energie. Das entspricht ungefähr dem Bedarf zweier neuer Einfamilienhäuser. Ein ganzes Krankenhaus verbraucht im Mittel so viel Energie wie eine Kleinstadt. Jährlich werden zudem mehr als 20 Millionen Einweginstrumente im deutschen Gesundheitswesen verbraucht. Eine Wiederaufbereitung vieler Instrumente ist zwar möglich, das Recycling von Medizinprodukten gilt aber als aufwendig und teuer. Wegschmeißen ist häufig billiger, vor allem wenn Gesamtkosten und -nutzen pro Eingriff kalkuliert werden. …mehr