. Vorbildliches Hygienemanagement

Aktiv gegen Krankenhauskeime

Das MRSA Netzwerk Berlin hat das Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) als eines der ersten Krankenhäuser des Landes mit einem Zertifikat für vorbildliches Hygienemanagement ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgte am 30. November - und würdigt das ukb als Vorreiter und aktives Krankenhaus zur Prävention nososkomialer Infektionen und Antibiotikaresistenzen.
Aktiv gegen Krankenhauskeime

Hygiene hilft gegen gefährliche Keime (Foto: AOK Mediendienst)


 

Die Zertifizierung dokumentiert die strikte Einhaltung von hohen Hygienestandards, wie etwa die frühzeitige Untersuchung von Risiko-Patienten auf MRSA-Keime, das Patientenmanagement bei MRSA und das Antibiotikamangement. Ausserdem wird bewertet, ob das Krankenhaus regelmässige Schulungs- und Präventionsmassnahmen des Krankenhauspersonals durchführt und eine ausreichende Anzahl von speziell ausgebildeten Hygienefachkräften beschäftigt. Ebenso zählt eine kontinuierliche Datenanalyse und eine aktive Teilnahme am Austausch des MRSA-Netzwerkes.

"Wir engagieren uns bereits seit 2004 für das Hygienemanagement im Unfallkrankenhaus Berlin und haben da schon das MRSA-Screening bei uns eingeführt. Daher freuen wir uns sehr, dass unsere umfangreichen Aktivitäten im Haus durch das Zertifikat des MRSA-Netzwerkes gewürdigt werden", sagte Dr. Julia Seifert, Unfallchirurgin und leitende Oberärztin am ukb.

Der Ärztliche Direktor des ukb Professor Dr. Axel Ekkernkamp bezeichnete das Engagement zur Vorbeugung von Infektionen durch Krankenhauskeime als notwendige Investition für die Patientensicherheit, die auch den Mitarbeitern des ukb zu Gute komme.

Überreicht wurde die Auszeichnung von der Initiatorin des Pilotprojektes Dr. Sina Bärwolff, Leiterin des Fachbereiches Hygiene und Umweltmedizin im Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf. Vor drei Jahren setzte die Fachärztin für Hygiene und Umweltmedizin damit die bereits 2006 von der 79. Gesundheitsministerkonferenz der Länder formulierten Empfehlungen zur Bildung von regionale Netzwerke gegen MRSA (Methicillin resistenter Staphylococcus aureus) um. Mit dem neu geschaffenen Zertifikat wurde auch dem Wunsch von Gesundheitseinrichtungen nach mehr Transparenz und Medienaufmerksamkeit für ihre zum Teil umfangreichen Bemühungen und zahlreichen Aktivitäten zum Schutz vor Infektionen Rechnung getragen.

Weitere Nachrichten zum Thema Hygiene

| Schwerwiegende Infektionen nach Herzoperationen gehen höchstwahrscheinlich auf kontaminierte Wassertanks von Herz-Lungen-Maschinen zurück. Wissenschaftler konnten das Mycobacterium chimaera nun am Produktionsstandort der Geräte nachweisen. Es soll aber noch weitere Übertragungswege geben.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Für Menschen mit Behinderung sind Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe nach wie vor nicht selbstverständlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Ulla Schmidt, MdB und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, darüber gesprochen, was getan werden muss, um die Situation von Betroffenen zu verbessern.
Prof. Hendrik Streeck leitet Deutschlands erstes Institut für HIV-Forschung am Universitätsklinikum Duisburg-Essen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem US-Rückkehrer über sein größtes Ziel gesprochen: eine präventive Impfung gegen HIV.
Die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern der Homöopathie sind verhärtet. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Homöopathie-Kritikerin Dr. med. Natalie Grams über wissenschaftliche Prinzipien und den verbreiteten Wunsch nach medizinischen Alternativen gesprochen.