Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Aktionstag soll über Nierenkrebs aufklären

Am 22. Juni 2017 findet der erste Welt-Nierenkrebs-Tag statt. Die Initiative wurde von der Internationalen Nierenkrebs-Koalition (IKCC) ins Leben gerufen und soll das öffentliche Bewusstsein für das Thema Nierenkrebs stärken.
Erster Welt-Nierenkrebs-Tag

Nur wenigen Menschen sind die möglichen Symptome bei Nierenkrebs bekannt

Rund 17.000 Patienten erhalten jährlich die Diagnose Nierenkrebs, mit steigender Tendenz. Damit steht das Nierenkarzinom zwar in der Häufigkeit der urologischen Krebserkrankungen hinter Prostata- und Blasenkrebs. Doch Schätzungen zufolge wird die Zahl der Nierenkrebsfälle in den nächsten Jahren weiter steigen. Auf Warnsignale und Behandlungsmöglichkeiten der Erkrankung will nun der erste Welt-Nierenkrebs-Tag am 22. Juni 2017 aufmerksam machen. Der Aktionstag ist eine Initiative der Internationalen Nierenkrebs-Koalition (IKCC), eines weltweiten Netzwerkes aus 30 Nierenkrebs-Organisationen

Warnsignale für Nierenkrebs beachten

Zu den Warnsignalen für Nierenkrebs können Schmerzen im seitlichen Rückenbereich, Blut im Urin, neu aufgetretener Bluthochdruck, andauerndes Fieber oder hoher Gewichtsverlust zählen. Wie für alle Krebsarten gilt auch hier: Je früher ein Nierenkarzinom erkannt wird, desto größer sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Wer also Alarmsignale bei sich entdeckt, sollte so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen, um die Symptome abklären zu lassen. Und wer zu einer Risikogruppe gehört, sollte über eine jährliche Ultraschalluntersuchung der Nieren ab dem 45. Lebensjahr nachdenken.

Als Risikofaktoren für Nierenkrebs gilt vor allem das Rauchen, aber auch die regelmäßige Einnahme bestimmter Schmerzmittel. Bei Frauen scheint zudem Übergewicht eine gewisse Rolle zu spielen, und auch eine Niereninsuffizienz erhöht das Risiko. In einigen Fällen kann es auch eine erbliche Veranlagung für diese Art von Tumoren geben. Für eine erbliche Veranlagung spricht es, wenn Nierenkrebs vor dem 45. Lebensjahr auftritt, beide Nieren betroffen sind oder nahe Familienangehörige ebenfalls erkrankt sind.

 

Spenden für die Nierenkrebs-Forschung

Am ersten Welt-Nierenkrebs-Tag nehmen auch verschiedene deutsche Organisationen teil. Zudem macht die IKCC unter anderem mit einem Quiz, das auf der Website der Organisation zur Verfügung steht, auf das Thema aufmerksam. Mit der Beantwortung von sieben kurzen Fragen können die Mitspieler nicht nur ihr Wissen über Nierenkrebs erhöhen, sondern zusätzlich für Spenden sorgen, denn für jeden Quiz-Teilnehmer entrichtet der Sponsor eine Spende an die Nierenkrebs-Forschung.

Foto: © ag visuell - Fotolia.com

Foto: ©ag visuell - stock.adobe.com

Autor:
Hauptkategorie: Medizin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Krebs , Nieren
 

Weitere Nachrichten zum Thema Nierenerkrankungen

09.03.2018

Harnstein-Erkrankungen nehmen zu. Eine Ursache seien veränderte Ernährungsgewohnheiten, meinen Mediziner des Universitätsklinikums Leipzig.

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten

Viele Eltern meinen es gut, wenn sie vor ihren Kindern über eine Demenz bei deren Großeltern nicht sprechen. Sie wollen sie nicht belasten. So schwer es für Kinder ist, diese Erkrankung zu verstehen – so sehr spüren sie, dass etwas nicht stimmt. Experten raten deshalb zu einer kindgerechten Offenheit.

 
Interviews
Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.

Chronische Fatigue gehört zu den häufigen Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Oft bessert sich der zermürbende Erschöpfungszustand nach einigen Wochen oder Monaten von allein. Doch einige Patienten entwickeln das Vollbild einer myalgischen Enzephalopathie/ Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS). Gesundheitsstadt Berlin hat mit Professor Carmen Scheibenbogen von der Charité über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des schweren Krankheitsbilds gesprochen.

Logo Gesundheitsstadt Berlin