. Thrombose

Aktionstag Gefäßgesundheit klärt über Thromboserisiko auf

„Risiko Thrombose“ lautet das Motto des fünften bundesweiten Aktionstages zur Gefäßgesundheit, der am 20. Juni 2015 stattfindet. Er soll über das Risiko von Gefäßerkrankungen sowie deren Folgen und über mögliche Vorbeugungsmaßnahmen informieren.
Aktionstag Gefäßgesundheit klärt auf

Thrombosen sind der häufigste Grund für lebensgefährliche Lungenembolien

Der einmal im Jahr stattfindende bundesweite Aktionstag Gefäßgesundheit wird von der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) und der Deutschen Gefäßliga veranstaltet und hat das Ziel, die Bevölkerung über Risiken und Folgen von Gefäßerkrankungen zu informieren. In diesem Jahr stehen die Themen Früherkennung, Prävention und Behandlung von Thrombosen und Lungenembolien im Mittelpunkt des Aktionstages.

Über 100.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland an einer Lungenembolie. Sie ist damit nach Herzinfarkt und Schlaganfall die dritthäufigste zum Tode führende Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die häufigste Ursache für Lungenembolien ist die Thrombose. Eine Thrombose bezeichnet ein Blutgerinnsel, das ein Gefäß, beispielsweise eine Vene, verstopft. Solche Gefäßverschlüsse sind vor allem in den tiefen Bein- und Beckenvenen sehr gefährlich. Löst sich das Gerinnsel ab, wird es mit dem Blutstrom weitertransportiert und kann in der Lunge die für die Atmung lebenswichtigen Adern verschließen – es droht eine lebensbedrohliche Lungenembolie.

Thrombose – die „lautlose Gefahr“

Eine Thrombose ist nicht leicht zu erkennen, da ihre Symptome oft unspezifisch sind oder sogar ganz fehlen. Von Medizinern wird die Thrombose daher auch als „lautlose Gefahr“ bezeichnet. Ein erhöhtes Thromboserisiko besteht unter anderem bei längerer Bettlägerigkeit, nach einer Operation, bei vererbter Thromboseneigung, bei verändertem Hormonhaushalt, etwa aufgrund einer Schwangerschaft oder der Einnahme der Anti-Baby-Pille, bei der Einnahme von Hormonpräparaten gegen Wechseljahresbeschwerden oder bei einer Herzschwäche.

Bei einer akuten Thrombose bekommt der Patient eine gerinnungshemmende Substanz unter die Haut gespritzt. Sie verhindert das Weiterwachsen des Blutgerinnsels und reduziert damit das Risiko für eine Lungenembolie. Zu den Warnsignale bei einer Thrombose in den tiefen Beinvenen gehören Schwellungen am Fußknöchel, am Unterschenkel oder am ganzen Bein mit Spannungsgefühl, Schmerzen in der Wade beim Auftreten sowie Blauverfärbungen der Haut am Bein, wenn es herabhängt.

Bewegung wichtigster Faktor bei der Vorsorge

Wer sich vor Thrombosen und deren Folgen schützen will, sollte vor allem auf ausreichend Bewegung achten. Sie ist der wichtigste Faktor für die Erhaltung der Venengesundheit. Treppensteigen, Spazierengehen, Wandern, Radfahren oder Schwimmen halten die Beinmuskeln aktiv und verbessern damit die Durchblutung. Aber auch die richtige Ernährung mit ausreichend Ballaststoffen und viel frischem Obst und Gemüse senkt das Thromboserisiko. Zudem ist es wichtig, viel zu trinken, am besten natriumarmes Wasser und ungesüßte Tees.

Foto: © ras-slava - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorien: Prävention und Reha , Medizin

Weitere Nachrichten zum Thema Thrombose

| Sport wirkt sich positiv auf die Thrombozyten-Aktivität aus und kann dadurch das Risiko für eine gefährliche Thrombose senken. Einer aktuellen Studie zufolge kann durch Sport bereits innerhalb von zwei Monaten eine Normalisierung des Thrombose-Risikos erreicht werden.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Der Hefepilz Candida auris ist weltweit auf dem Vormarsch. Gefährdet sind vor allem Personen mit einem bereits geschwächten Immunsystem; bei ihnen kann eine Infektion sogar tödlich verlaufen. In Deutschland gibt es bislang aber nur wenige Fälle.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender

Praxis Dr. Becker, Wittenbergplatz 2, 10789 Berlin
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Für Menschen mit Behinderung sind Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe nach wie vor nicht selbstverständlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Ulla Schmidt, MdB und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, darüber gesprochen, was getan werden muss, um die Situation von Betroffenen zu verbessern.