. Hygiene

Aktion "Wir gegen Viren" gestartet

Für einen besseren Infektionsschutz im Alltag setzt sich die soeben gestartete Aktion "Wir gegen Viren" ein. Viren können nämlich auch lebensgefährliche Erkrankungen wie z.B. Grippe verursachen. Die Aktion zeigt auf, wie man sich und andere besser vor Ansteckung schützen kann.
Aktion „Wir gegen Viren“ gestartet

Aktion "Wir gegen Viren"

Das Robert Koch-Institut (RKI) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit haben im April 2009 die Aktion "Wir gegen Viren" gestartet. Ziel der Aktion ist, den Infektionsschutz im Alltag zu verbessern. Dazu Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: "Infektionsschutz lebt davon, dass möglichst viele mitmachen. Die Prävention von Infektionskrankheiten kann verbessert werden, wenn jeder im Alltag eigentlich ganz einfache Regeln befolgt, zum Beispiel die richtige Händehygiene. Die Aktion macht darauf aufmerksam, was es zu beachten gilt - und zwar das ganze Jahr über, nicht nur zur Grippezeit."

Verhaltensweisen gegen Ansteckung

Viren können beispielsweise beim Husten, Niesen oder Sprechen ausgestossen und eingeatmet werden oder an den Händen haften und weitergegeben werden. Erkältungen, Magen-Darm-Infekte, aber auch lebensgefährliche Erkrankungen wie etwa Grippe können durch Viren verursacht werden.
Die Aktion "Wir gegen Viren" stellt die Verhaltensweisen vor, mit denen man sich und andere besser vor Ansteckung schützen kann. Erster Schwerpunkt der Aktion ist das Händewaschen als zentrale Hygiene-Massnahme im Alltag. "Im Rahmen der Begleitforschung hat sich gezeigt," erklärt Prof. Dr. Jörg Hacker, Präsident des Robert Koch-Instituts, "dass die Motivation zum Händewaschen steigt, wenn den Menschen klar ist, wie schnell Viren durch Hände übertragen werden können. Deswegen haben wir die Händehygiene in einem Videospot thematisiert."

 

Hygienetipp: Händewaschen!

Da Krankheitserreger von den Händen leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übergehen können, sollten die Hände regelmässig und richtig gewaschen werden, rät das Robert Koch-Institut. Richtiges Händewaschen heisst beispielsweise, dass die Seife - auch zwischen den Fingern - etwa 20 bis 30 Sekunden lang verrieben wird. Studien zeigen, dass regelmässiges Händewaschen das Risiko von Atemwegs- oder Durchfallerkrankungen deutlich verringert. "Händewaschen ist sehr wichtig, aber allein nicht ausreichend," erklärt Prof. Jörg Hacker. "Weitere persönliche Schutzmassnahmen, etwa hygienisches Husten, sollten hinzukommen. Sie sollen in zukünftigen Aktionen im Mittelpunkt stehen."

Weitere persönliche Schutzmassnahmen erläutert die Broschüre "Selbstverteidigung gegen Viren - Neun Techniken, sich und andere zu schützen" sowie die neue Internetseite www.wir-gegen-viren.de. Die Broschüre kann über die BZgA kostenlos angefordert werden. "Jeder kann durch persönliche Hygiene dazu beitragen, das Ansteckungsrisiko für Erkältungen, Grippe und Magen-Darm-Infekte für sich und andere zu reduzieren", betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Die Materialien sind kostenlos zu erhalten.

Broschüre: BZgA, 51101 Köln, Fax 0221-8992257, E-Mail order@bzga.deTV-Spot: RKI, IBBS, Nordufer 20, 13353 Berlin, Fax 030-18754-3705, E-Mail ibbs@rki.de

 

Weitere Nachrichten zum Thema Hygiene

 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit wurde vor vielen Jahren als Rinderwahn bekannt. In den USA ist jetzt der Fall eines Mannes publik geworden, der an der extrem seltenen Erkrankung gestorben ist. Den Ärzten zufolge soll der Hobby-Jäger Eichhörnchen gegessen haben.
Mit einem neuen Bluttest lässt sich die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) rascher von anderen neurodegenerativen Erkrankungen unterscheiden und diagnostizieren. Zudem erlaubt er eine Prognose des Krankheitsverlaufs.
. Fortbildungen Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Termine Hauptstadtregion
loading...
Terminkalender
 
. Kliniken
. Interviews
Die akute Aortendissektion ist immer ein Notfall. Einer Studie zufolge könnte vielen Menschen das Leben gerettet werden, wenn sie rechtzeitig und adäquat behandelt werden würden. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Dr. Stephan Kurz vom Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) über die Versorgungssituation und das erfolgreiche Projekt „Aortentelefon“ gesprochen.
Dr. Iris Hauth, Chefärztin des Alexianer St. Joseph-Krankenhauses für Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin-Weißensee, berichtet in Ihrem Buch "Keine Angst!" über Ursachen und Behandlung von Depressionen - und wie man sich davor schützen kann.
Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Immanuel Krankenhaus Berlin und Professor für Klinische Naturheilkunde an der Charité, über die Grenzen der Schulmedizin, den Wildwuchs in der Naturheilkunde und warum sich beide Disziplinen gerade näherkommen.