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Ärzte verkaufen IGEL-Leistungen schlecht

Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK hat jetzt gezeigt, dass nur jeder vierte Patient von seinem Arzt eine IGEl-Leistung angeboten bekommt. Jeder Dritte davon lehnt die kostenpflichtige Zusatzleistung ab.
Ärzte verkaufen IGEL-Leistungen schlecht

Arzt ist als Ratgeber immer noch wichtiger als das Internet

IGEL-Leistungen sind Gesundheitsleistungen, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Der Vorwurf von Verbraucherschützern, Ärzte würden ihren Patienten haufenweise unnütze IGEL-Leistungen verkaufen, dürfte durch die jüngste Studie der DAK-Gesundheit nun relativiert sein. Laut DAK-Studie wurden nur 26 Prozent aller Patienten im vergangenen Jahr von ihrem Arzt ein- oder mehrmals eine „IGeL-Leistungen“ angeboten. Von diesen Patienten fühlte sich wiederum die Hälfte von ihrem Arzt schlecht über die Vor- und Nachteile der Zusatzleistung informiert. Mangelnde Information war offenbar ein Grund, warum dann jeder dritte Patient das Angebot ablehnte. „Die Patienten konnten in den meisten Fällen den medizinischen Nutzen nicht erkennen“, heißt es in der Studie.

Nur die Hälfte der Ärzte informiert umfassend über IGeL-Leistungen

Meistens werden die IGEL-Zusatzleistungen Frauen angeboten, geht aus dem Studienbericht der DAK weiter hervor. 65 Prozent der Befragten halten es für „sehr wichtig“, dass Patienten verständlich und auch mündlich über selbst zu zahlende Behandlungskosten aufgeklärt werden.

 „Die Ergebnisse zeigen, dass Patienten und Ärzte noch nicht überall auf Augenhöhe sind“, sagt Medizin-Experte Dieter Carius von der DAK-Gesundheit. „Problematisch wird es, wenn die Patienten plötzlich Zusatzleistungen aus eigener Tasche zahlen sollen, aber vorher nicht richtig aufgeklärt werden.“ Die aktuelle Studie zeige bundesweit die hohen Erwartungen der Menschen an ihre behandelnden Ärzte.

Die bundesweite Umfrage unter 1.001 Männern und Frauen ab 18 Jahren zeigte auch, dass Ärzte die ersten Ansprechpartner bei einer Krankheit bleiben. 87 Prozent der Patienten informieren sich normalerweise beim Arzt über ihre Erkrankungen. 64 Prozent suchen Rat bei Freunden oder Verwandten und 58 Prozent suchen gezielt nach Gesundheitsthemen im Internet. Selbsthilfegruppen und Verbraucherschutzorganisationen werden von 13 Prozent der Patienten zu Rate gezogen.

Foto: DAK

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