. Kooperation von CompuGroup und änd

Ärzte können online Kollegen um Rat fragen

Bei schwierigen Fällen können Ärzte künftig über ihre Praxissoftware Ratschläge von Kollegen einholen. Diesen Service bieten die CompuGroup Medical Deutschland AG und die Ärztenachrichtendienst Verlags-AG (änd) seit neuestem an.

Kollegenrat über die Praxissoftware - ein neuer Service macht's möglich!

Wie der änd in einer Pressemitteilung schreibt, könnten zunächst erst einmal die Nutzer der Praxisprogramme MEDISTAR, ALBIS und CGM M1 PRO diesen Service nutzen. Im Spätsommer soll dies auch für die TURBOMED-Nutzer möglich sein. „Insgesamt mehr als 68.000 Nutzer von CompuGroup-Programmen haben dann die Möglichkeit, auf den Service zuzugreifen. Die direkt in die Arztsoftware integrierte Funktion Kollegenfragen ermöglicht es ihnen, sich vom Praxisrechner aus mit den über 35.000 niedergelassenen Kollegen im Ärztenetzwerk änd zu verbinden. Bei schwierigen Patientenfällen können sie schnell und unkompliziert Ratschläge und Meinungen von Kollegen einholen - und rascher die optimale Therapieentscheidung treffen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Service soll bald allen Ärzten zur Verfügung stehen – und auch im Ausland angeboten werden

"Wir sind sehr stolz, dass wird diese Innovation gleich einem so beachtlich großen Nutzerkreis in der Ärzteschaft zur Verfügung stellen können“, sagte Henrik Crüger bei der Vorstellung des Services. Man werde diesen jedoch noch weiter ausbauen: „Wir werden in nächster Zeit mit allen Anbietern von Arztinformationssystemen in Deutschland das Gespräch suchen, damit sie den neuen Service auch ihren Kunden anbieten können. Unser Ziel ist eine 100prozentige Abdeckung in Deutschland, gefolgt von einer Internationalisierung", betonte der Vorstandsvorsitzender der Ärztenachrichtendienst Verlags-AG.

Im Nachrichtennetzwerk änd suchten die Kollegen schon lange den Austausch untereinander

Jan Scholz, Vorstandsmitglied und Chefredakteur des änd, erklärte, Ziel des änd sei es schon immer gewesen, nach neuen technischen Wegen zu suchen, die den niedergelassenen Ärzten die Kommunikation untereinander erleichtern. Darüber hinaus hätte man in den vergangenen Jahren beobachten können, wie groß die Hilfsbereitschaft der änd-Mitglieder in den Diskussionsforen ist, wenn ein Kollege einen medizinischen Rat braucht. Scholz: „Daher ist der direkte Weg über die Praxissoftware der nächste logische Schritt. Wir hoffen, dass viele Ärzte und ihre Patienten von dem fachlichen Austausch über die neue Funktion profitieren können."

Foto: Fotolia -  zabanski

Autor: Cornelia Wanke

Weitere Nachrichten zum Thema Ärzte

| Medizinische Leitlinien beinhalten den neuesten Wissensstand und sollen Ärzten eigentlich bei der Behandlung dienen. Doch praxistauglich sind die meisten nicht, wie eine Umfrage unter Ärzten ergab.

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Weitere Nachrichten
. Veranstaltungen
loading...
Terminkalender
. Personen Hauptstadtregion
. Interviews
Für Menschen mit Behinderung sind Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe nach wie vor nicht selbstverständlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit Ulla Schmidt, MdB und Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, darüber gesprochen, was getan werden muss, um die Situation von Betroffenen zu verbessern.
Prof. Hendrik Streeck leitet Deutschlands erstes Institut für HIV-Forschung am Universitätsklinikum Duisburg-Essen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem US-Rückkehrer über sein größtes Ziel gesprochen: eine präventive Impfung gegen HIV.
Die Fronten zwischen Gegnern und Befürwortern der Homöopathie sind verhärtet. Gesundheitsstadt Berlin hat mit der Homöopathie-Kritikerin Dr. med. Natalie Grams über wissenschaftliche Prinzipien und den verbreiteten Wunsch nach medizinischen Alternativen gesprochen.