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Ärzte-Hotline 116 117: Ab 2020 rund um die Uhr erreichbar

Die Kassenärztlichen Vereinigungen bauen 2020 die Nummer des Ärztlichen Bereitschaftsdiensts 116 117 zu einem umfassenden Patientenservice aus. Die Nummer ist dann 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche erreichbar, berät bei Gesundheitsproblemen und vermittelt auch Arzttermine.
Schild (grüner Grund, weiße Schrift): 116 117 Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Krank, aber nicht krankenhausreif? Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist künftig nicht nur nachts und am Wochenende, sondern jederzeit erreichbar - und leichter, weil die Nummer jetzt bundesweit einheitlich ist.

Plötzlich hohes Fieber in der Nacht oder eine akuten Magenverstimmung am Wochenende: Da würde man normalerweise zum Hausarzt gehen. Nur: Der hat zu dieser Zeit normalerweise zu. Ist der Hausarzt nicht dienstbereit, hilft in Deutschland bei nicht-lebensbedrohlichen Beschwerden der Ärztliche Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117). Er ist für Patienten gedacht, die außerhalb der Sprechzeiten des Hausarztes eine dringende ambulante Behandlung benötigen, sich aber nicht in einer lebensbedrohlichen Situation befinden. Neben speziellen Bereitschaftsdienstpraxen bieten Kassenärztliche Vereinigungen in vielen Bundesländern auch einen Hausbesuchsdienst an.

116 117: Ab 2020 bundeseinheitliche Rufnummer

Aus einer Nummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst am Wochenende wird zukünftig eine Patienten-Hotline für alle Fälle. Ab Januar 2020 ist die 116 117 die bundesweit einheitliche Nummer des Ärztlichen Bereitschaftsdiensts. Erreichbar ist sie 24 Stunden an allen sieben Tagen der Woche. „Die 116 117 ist zukünftig also die Nummer, unter der Patienten den Bereitschaftsdienst erreichen können, Arzttermine vereinbaren können und rund um die Uhr an die richtige Anlaufstelle für ihr Anliegen vermittelt werden. Die 116 117 wird zum Patienten-Navi", sagt Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

 

Unterstützung bei der Arzttermin-Suche

Für Unterstützung bei der Arztterminsuche können sich gesetzlich versicherte Patienten bereits heute schon an die Terminservicestelle ihrer Kassenärztlichen Vereinigung wenden. Dort hilft man ihnen weiter und vermittelt Termine an Haus- und Fachärzte. Das Problem: Bislang konnte man die Terminservicestellen nur zu bestimmten Zeiten unter der Woche erreichen. Vielen Patienten ist dieser Service nicht bekannt – auch weil die Nummer in jedem Bundesland unterschiedlich und oft schwer zu merken ist. Durch die bundesweite Vereinheitlichung der Nummer ist dies jetzt deutlich einfacher. Auch Online-Terminvereinbarungen sind durch einen neuen e-Terminservice ab Januar für alle gesetzlich Versicherten Patienten möglich. Aber wichtig: Patienten erhalten keine Wunschtermine und sollten auch zukünftig zuerst selbst versuchen, einen Termin bei einem Arzt zu vereinbaren.

Beratung: Was tun bei akuten Beschwerden?

Neben dem neuen Terminservice bietet die 116 117 zukünftig auch rund um die Uhr Hilfe bei akuten Beschwerden. Geschulte Mitarbeiter nehmen das Anliegen der Anrufer auf und vermitteln sie an die richtige Anlaufstelle. Das kann – je nach Krankheitsbild und Zeitpunkt – der Haus- oder Facharzt, die Notaufnahme oder die Bereitschaftspraxis sein.

Der neue Patientenservice der 116 117 in Kürze:

  • 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche erreichbar
  • verhilft zu schnellstmöglicher ärztlicher Behandlung
  • nennt Bereitschaftspraxis in der Nähe
  • Terminvermittlung an Haus- und Fachärzte (nur für gesetzlich versicherte Patienten)
  • Vermittlung bei akuten Beschwerden (Patienten-Navi)
  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst (außerhalb der Praxiszeiten)

Wann die 116 117 wählen? Wann den Notruf 112?

Die Hotline 116 117 ist keine Notrufnummer im eigentlichen Sinne, sondern der richtige Kontakt bei Beschwerden, bei denen man normalerweise zum Hausarzt gehen würde. Die Notrufnummer 112 dagegen muss gewählt werden, wenn es lebensgefährlich wird und ein Rettungswagen beziehungsweise ein Notarzt gebraucht wird.

Nur bei Lebensgefahr: 112 wählen

  • schwere Unfälle
  • Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall
  • Kreislaufkollaps
  • schwere Atemnot
  • starker Blutverlust
  • Vergiftungen

Foto: AdobeStock/fotohansel

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Hauptkategorie: Gesundheitspolitik
 

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