Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Advent: Gute Zeit für „Digital Detox“ in der Familie

Sonntag, 28. November 2021 – Autor:
Baut Stress ab und entspannt, fördert die Konzentrationsfähigkeit, schafft schöne Erinnerungen: Auf digitale Medien zeitweilig bewusst zu verzichten, ist gesund. Ein schöner Anlass für eine gemeinsame Offline-Auszeit: die Wochen vor Weihnachten.
Familie beim Spieleabend.

Gemeinsame Nachmittage oder Abende mit Brettspielen, Kochwettbewerb oder einer Fotosafari draußen in der Natur: So können alternative „Offline-Beschäftigungen" während einer digitalen Fastenzeit vor Weihnachten aussehen. – Foto: AdobeStock/DavidPrado

Die Nutzung digitaler Medien nimmt in den letzten Jahren deutlich zu. Bei exzessivem Konsum kann das in eine Suchtproblematik führen, wie aktuelle Daten einer Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigen: Rund acht Prozent der 12- bis 17-Jährigen sind von einer computerspiel- oder internetbezogenen Störung betroffen. Hierbei ist eine steigende Tendenz zu beobachten.

Digitale „Fastenzeit“: Gut für Stressabbau und Konzentrationsfähigkeit

„Ein zeitweiliger Verzicht auf digitale Medien kann für die Risiken einer exzessiven Nutzung sensibilisieren, sodass der Entwicklung einer Suchtproblematik vorgebeugt wird“, heißt es in einer Empfehlung der BZgA. Darüber hinaus sei eine medienfreie Zeit hilfreich dafür, Stressgefühle zu reduzieren, die Konzentration zu verbessern und für gemeinsame Erinnerungen zu sorgen. „Eltern sind wichtige Vorbilder für ihre Kinder“, sagt Michaela Goecke, Leiterin des Referats für Suchtprävention der Bundeszentrale. „Deshalb bestärkt die BZgA Familien darin, die Vorweihnachtszeit zu nutzen, um ‚Digital Detox‘ einmal zusammen auszuprobieren.“

 

Digital Detox: Ideen für Offline-Spaß in der Familie

  • Macht eine Foto-Challenge in der Natur. Gerade wenn es frisch geschneit hat oder der Frost die Wiesen bedeckt, könnt ihr wunderschöne Winterfotos schießen. Ihr gestaltet die Fotosession noch etwas spannender, wenn ihr als Familie daraus einen Wettbewerb macht und am Ende einen Gewinner aussucht.
  • Organisiere einen Filmabend für dich und deine Familie. Besonders schön wird es, wenn du das Zimmer gemütlich dekorierst und ihr vorher leckere Snacks zubereitet.
  • Starte einen Spieleabend zusammen mit deiner Familie. Die Auswahl an Brett- und Kartenspielen ist riesengroß, und sicherlich habt auch ihr einige zuhause. Alternativ kannst du einen solchen Spieleabend auch digital über die Webcam mit Freund*innen und Verwandten veranstalten.
  • Führt einen Koch- oder Back-Wettbewerb innerhalb eurer Familie durch. Sucht euch jeweils ein Rezept aus und kocht es in zwei oder mehr Teams nach. Am Ende darf ein neutrales Familienmitglied probieren und den Sieger ernennen.

Weitere Ideen:

  • gemeinsamer Kochabend
  • Gartenfest am Lagerfeuer mit Stockbrot
  • GPS-Schnitzeljagd
  • Familienabend mit Krimidinner
  • gemeinsamer Darts-Abend
  • im Escape-Room daheim ermitteln
  • Fackelwanderung in der Dunkelheit

(Quelle: BZgA)

Suchtgefahr Digitales: Der Online-Selbsttest schafft Klarheit

Auf der Seite www.ins-netz-gehen.de gibt die Bundeszentrale weitere Tipps für eine abwechslungsreiche gemeinsame Offline-Zeit und bietet einen Online-Selbsttest an. Damit können Jugendliche einschätzen, ob ihre Mediennutzung noch im grünen Bereich liegt. Eltern unterstützt die BZgA bei Problemen und Konflikten rund um die exzessive Mediennutzung mit einer persönlichen E-Mail-Beratung.

Hauptkategorie: Prävention und Reha
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: Achtsamkeit , Entspannungstechniken , Prävention , Stress , Sucht
 

Weitere Nachrichten zum Thema „Digitales und Gesundheit“

03.04.2021

Seit Beginn der Covid-19-Pandemie war es der Rat: Auf digitalen Kontakt umstellen, um sich innerlich nahezubleiben – trotz körperlicher Distanz. Eine Studie der Universität Duisburg-Essen zeigt jetzt: Die psychologische Wirkung von organisierten Begegnungen über audiovisuelle Kommunikation ist begrenzt. Die anderen bleiben einem nicht nur physisch fern, sie fühlen sich auch fern an.

 

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Die der Patienten mit Aids im fortgeschrittenen Stadium nimmt aber offenbar zu, weil viele nicht zum HIV-Test gehen. Experten warnen deshalb: „Aids ist noch nicht vorbei.“


Normalerweise beginnt die Grippesaison nach dem Jahreswechsel. Weil das Immunsystem bei vielen dank der Hygienemaßnahmen aus der Corona-Pandemie auch bei Grippe aus der Übung ist, erwarten Experten die Winter-Welle diesmal früher, schneller und heftiger.
 
Interviews
Affenpocken verlaufen in der Regel harmlos. Doch nicht immer. Dr. Hartmut Stocker, Chefarzt der Klinik für Infektiologie am St. Joseph Krankenhaus in Berlin Tempelhof, über die häufigsten Komplikationen, die Schutzwirkung der Impfung und den Nutzen von Kondomen.

Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten und ein buntes Bild an Beschwerden machen. Bislang ist das wirksamste Gegenmittel eine glutenfreie Ernährung. Gesundheitsstadt Berlin hat mit PD Dr. Michael Schumann über die Auslöser und Folgen der Autoimmunerkrankung gesprochen. Der Gastroenterologe von der Charité hat an der aktuellen S2K-Leitinie „Zöliakie“ mitgewirkt und weiß, wodurch sich die Zöliakie von anderen Glutenunverträglichkeiten unterscheidet.

Aducanumab ist das erste in den USA zugelassene Medikament, das die Alzheimer typischen Amyloid-Plaques zum Verschwinden bringt. Aber kann der neue monoklonale Antikörper mit dem Handelsnamen Aduhelm auch den Gedächtnisverlust stoppen? Und warum ist die Notfallzulassung in den USA durch die US-Food and Drug Administration (FDA) so umstritten? Darüber hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Neurologen und Alzheimer-Experten Prof. Johannes Levin vom LMU Klinikum München gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin