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29.04.2019

Ab November werden Pflege-Einrichtungen neu geprüft und bewertet

Ab November 2019 gibt es ein neues Prüf – und Bewertungssystem für stationäre Pflegeeinrichtungen. Die Qualität wird künftig an der konkreten Versorgungs-Situation der Heim-Bewohner gemessen. Der Pflege-TÜV löst die Pflegenoten ab.
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Die Qualität von Pflegeheimes soll künftig anders geprüft und bewertet werden

Ab November 2019 gibt es ein neues Prüf- und Bewertungssystem für stationäre Pflegeeinrichtungen. Die Qualität der Pflege wird künftig an der konkreten Versorgungs-Situation der Heim-Bewohner gemessen.

Die Ergebnisse werden von den Einrichtungen selbst erfasst und von einer neutralen Institution ausgewertet. Das sagte Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), ehemals Patientenbeauftragter der Bundesregierung. Er stellte das neue Bewertungssystem erstmals vor Vertretern vollstationärer Einrichtungen aus der Region vor.

Jeder Bewohner soll begutachtet werden

In Zukunft soll jeder Bewohner erfasst und begutacht werden: Wird seine Mobilität gefördert, kam es zu Stürzen, gibt es Druckgeschwüre, wie werden Schmerzen behandelt? Ausstattung und Angebote der Einrichtungen werden aufgeführt, ebenso der Personalschlüssel, der festlegt, wie viele Bewohner von einem Pflegenden betreut werden.

In den Pflege-TÜV fließen die externen Qualitäts-Prüfungen durch die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) ein, die sich stärker als bisher am Wohlergehen der Heimbewohner orientieren sollen. So wird in Stichproben überprüft, wie es um die die Qualität der Pflegeleistungen bestellt ist, wie sieht etwa die Hilfe bei der Nahrungsaufnahme aus, wie wird die Flüssigkeitsversorgung sichergestellt. Einzelne Bewohner werden persönlich befragt.

 

Pflegeleistungen in zehn Bereichen bewertet

Die Ergebnisse der Prüfungen fließen in eine "öffentliche Qualitätsdarstellung" ein, so Laumann. Etwa auf den Internetseiten der Pflegekassen ist dann ein Vergleich der Einrichtungen möglicht. Anhand von zehn Bereichen wird dort aufgeführt, ob die Qualität der Pflegeleistungen eines Heimes über, unter oder im Durchschnitt liegt.

Der neue Pflege-TÜV löst die bisherigen Pflegenoten ab, die auf Grundlage umfangreicher, schriftlicher Pflege-Dokumentationen der Heime vergeben wurden. Da eklatante Mängel in einem Bereich mit guten Bewertungen an anderer Stelle verrechnet werden konnten, haben bislang so gut wie alle Heime eine "Eins".

Ab November werden Pflege-Einrichtungen neu bewertet

Das neue Prüfsystem, mit dem ab November 2019 stationäre Pflege-Einrichtungen bewertet werden, hat Klaus Wingenfeld vom Institut für Pflegewissenschaft (IPW) maßgeblich mitentwickelt. Er arbeitete dabei mit dem Aqua-Institut zusammmen.

Foto: robert kneschke/fotolia.com

Autor: bab
 

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