. Deutsche AIDS-Stiftung

450.000 Euro für den Kampf gegen HIV

Die Operngala der Deutschen AIDS-Stiftung in Berlin hat 450.000 Euro für den Kampf gegen HIV und Aids eingespielt. Alle Erlöse des Abends fließen in aktuelle Hilfsprojekte der Stiftung.
Die Deutsche AIDS-Stiftung hilft HIV-Infizierten auf vielfältige Weise. Das Geld dafür stammt unter anderem von Charity-Events wie der Operngala in Berlin

Die Deutsche AIDS-Stiftung hilft HIV-Infizierten auf vielfältige Weise. Das Geld dafür stammt unter anderem von Charity-Events wie der Operngala in Berlin

Zum 23. Mal hatte die Deutsche AIDS-Stiftung am vergangenen Samstag zur festlichen Operngala in die Deutsche Oper Berlin geladen. Unter den Gästen waren Bundespräsident Joachim Gauck, Fußballer Manuel Neuer und Designer Jean Paul Gaultier. Das Charity-Event brachte einen Reinerlös von 450.000 Euro für den Kampf gegen HIV und Aids. Weiteres Geld kam von den Unterstützern Audi, dem Kosmetikkonzern MAC sowie dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) in Form von Schecks von jeweils über 300.000 Euro. „Wir sind überwältigt vom Erfolg dieses Abends und sehr froh darüber, dass wir mit dem Erlös Hunderten von HIV-positiven Menschen hier und in Afrika helfen können“, erklärte die Vorstandsvorsitzende Professor Elisabeth Pott zu vorgerückter Stunde.

Erlöse fließen in  Projekte in Deutschland und Afrika

In Afrika unterstützt die Deutsche AIDS-Stiftung internationale Hilfsprojekte in Südafrika und Mosambik, um das Leid vor Ort zu verringern. In Deutschland finanziert sie Dutzende Hilfs- und Präventionsprojekte. Hierzulande ist eine HIV-Infektion dank moderner Behandlungsmöglichkeiten zwar kein Todesurteil mehr. Doch unter den rund 80.000 Betroffenen sind etliche Menschen, die keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung haben: Flüchtlinge und Migranten. Darum steckt die Stiftung viel Geld in Projekte, die sich speziell an Menschen mit Migrationshintergrund richten.

 

Berliner Aids-Hilfe berät Flüchtlinge

Die Migranten-Beratung der Berliner Aids-Hilfe wird zum Beispiel von der Stiftung unterstützt. Gut 40 Prozent der Beratungen entfallen dort auf Flüchtlinge, Migranten und andere Menschen aus dem Ausland, die Aids haben, aber keine Krankenversicherung. Die Berliner Aids-Hilfe verschafft ihnen Zugang zu Ärzten, die sie unentgeltlich behandeln. Außerdem hilft sie, einen Aufenthaltsstatus zu erwirken, so dass die Betroffenen Zugang zu Gesundheitsleistungen erhalten.

Ohne die großzügigen Spenden der AUDI AG, M∙A∙C Cosmetics und des Verbandes der Privaten Krankenversicherung könnte die Deutsche AIDS-Stiftung ihre wichtige Arbeit, nicht leisten. Ein Übriges tun Spenden und eben Charity Events wie die Operngala in Berlin. Das nächste Promi-Event findet am Samstag den 12. November in Dresden statt: die Hope-Gala -Hoffnung gegen Aids.

Foto: © designer491 - Fotolia.com

Autor: ham
Hauptkategorie: Berlin
Lesen Sie weitere Nachrichten zu diesen Themen: HIV / AIDS
 

Weitere Nachrichten zum Thema HIV/AIDS

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

. Mehr zum Thema
 
. Weitere Nachrichten
Viele Menschen leiden unter Schlafproblemen. Die häufigsten Gründe: Stress und falsche Gewohnheiten. Einige einfache Tricks können dazu beitragen, wieder zu einem besseren Schlafrhythmus zu finden.
Die wegen der Corona-Pandemie nötigen Schutzmasken können Hautirritationen auslösen. Das berichten italienische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of the European Acadamy of Dermatology und Venereology.
 
 
. Interviews
Hitzewellen sind eine reale Gefahr für die Gesundheit und lassen die Mortalitätsrate ansteigen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem wissenschaftlichen Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Freiburg, Prof. Dr. Andreas Matzarakis, über Hitzewarnsysteme und die Auswirkungen von Hitzewellen auf unsere Gesundheit gesprochen.
Das Essen in deutschen Krankenhäusern hat keinen besonders guten Ruf. Dabei lässt sich mit wenig Mehraufwand viel erreichen. Der Internist und Ernährungsmediziner Prof. Dr. Christian Löser erklärt die medizinischen und ökomischen Effekte einer gesunden Ernährung im Krankenhaus.
Pflegekräfte sind in der Coronakrise wichtiger denn je und gleichzeitig besonders gefährdet. Das persönliche Engagement ist und bleibt dennoch hoch. Über Wertschätzung, Sicherheitsrisiken und die Gefahr der Selbstausbeutung in Pflegeberufen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Pflegeexperten Thomas Meißner gesprochen.