Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
Logo Gesundheitsstadt Berlin
Das Gesundheitsportal aus der Hauptstadt
 

Wie Yoga bei COPD helfen kann

In Deutschland leiden etwa sieben Millionen Menschen an der chronischen Atemwegserkrankung COPD. Yoga kann bei Betroffenen zu einem besseren Atemvolumen führen und die Ausdauer sowie die Lebensqualität steigern.
Yoga bei COPD hilfreich

Yoga kann die Lungenfunktion verbessern

Immer mehr Studien beweisen die gesundheitsfördernden Wirkungen von Yoga. Die aus Indien stammende Lehre verbindet bestimmte Gymnastikübungen mit Entspannungstechniken und speziellen Atemübungen. Sie soll neben ihrer meditativen Wirkung vor allem Verspannungen lösen, die Beweglichkeit fördern und Kraft aufbauen. Eine Studie aus Indien konnte nun zeigen, dass Yogaübungen bei COPD-Patienten Lungenfunktion, Ausdauer und Entzündungsmarker verbessern und auch die Lebensqualität der Betroffenen steigern können und damit eine ebenso sinnvolle Form der pneumologischen Rehabilitation darstellen wie traditionelle Reha-Maßnahmen. Die Forscher vom All India Institute of Medical Sciences in Neu Delhi bestätigten damit Ergebnisse aus früheren Studien.

Yoga verbessert Lungenfunktion

Für ihre Untersuchung teilten die Wissenschaftler 60 COPD-Patienten in zwei Gruppen auf, die entweder ein Yoga-Programm absolvieren sollten oder sich einem klassischen Reha-Programm unterzogen, zu dem Muskelaufbau- und Ausdauerübungen, ein Training der Atemmuskulatur sowie Entspannungsübungen gehörten. Alle Patienten absolvierten ihr Training über einen Zeitraum von vier Wochen jeweils zweimal die Woche und danach für acht Wochen im Zwei-Wochen-Rhythmus. In der übrigen Zeit sollten die Teilnehmer die Übungen alleine fortführen.

Es zeigte sich, dass Yoga zu ähnlich positiven Ergebnissen führte wie die pneumologischen Reha-Übungen. So verbesserten sich die Lungenfunktion, die Ergebnisse eines Sechs-Minuten-Gehtests, der Schweregrad der Atemnot und die generelle Lebensqualität durch beide Trainings gleichermaßen gut. Nach Ansicht der Forscher stellt Yoga damit eine kosteneffektive Form der Rehabilitation dar und könnte ein fester Bestandteil der Langzeittherapie einer COPD werden. Sie fordern, dass Yoga-Programme als eine Möglichkeit des Langzeitmanagements von COPD Eingang in die Behandlungspläne erhalten.

 

COPD vierthäufigste Todesursache weltweit

Die COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) zählt zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt und steht auf der Liste der Todesursachen derzeit auf Platz vier; nach Prognosen der WHO wird sie jedoch bald schon die dritthäufigste Todesursache sein. In Deutschland sind Schätzungen zufolge fast sieben Millionen Menschen von der Erkrankung betroffen.

COPD ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, bei denen es zu einer fortschreitenden Verengung der Atemwege kommt. Die Patienten haben Probleme beim Ein- und Ausatmen und leiden unter starkem Husten. Neben der Lunge können auch andere Organe wie das Herz und die Muskeln sowie der Stoffwechsel beeinträchtigt sein, zudem ist die Erkrankung häufig von psychischen Beeinträchtigungen begleitet. Hauptursache der COPD ist das Rauchen.

Foto: © nuzza11 - Fotolia.com

Autor: red
Hauptkategorie: Medizin
 

Weitere Nachrichten zum Thema COPD

Aktuelle Nachrichten

 
Weitere Nachrichten
Alkohol ist ein Zellgift, das offenbar auch Herzrhythmusstörungen auslösen kann. Eine aktuelle Studie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zeigt, dass sich selbst bei ansonsten gesunden Menschen das Risiko für Vorhofflimmern signifikant erhöht. Demnach haben schon kleine Mengen einen negativen Effekt.

Schwere Unfälle oder Tumor-Erkrankungen können das Gesicht massiv entstellen. Dank computerassistierter Techniken kann der langwierige und sehr belastende Zeitraum für die Wiederherstellung des Gesichts abgekürzt werden. Meist muss nur noch einmal operiert werden – auch weil Implantate mittels 3-D-Drucker schnell und patientenindividuell hergestellt werden können.

Weil Corona so oft asymptomatisch verläuft, kann über die Dunkelziffer nur spekuliert werden. Licht ins Dunkel bringt nun eine Studie Helmholtz Zentrums München. Danach waren in zweiten Corona-Welle waren drei- bis viermal mehr Kinder in Bayern mit SARS-CoV-2 infiziert, als über PCR-Tests gemeldet.
 
Interviews
Wegen Corona suchen Patienten mit psychischen Erkrankungen oft erst spät Hilfe. Auch der Wiedereinstieg in den Alltag ist häufig erschwert. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Chefarzt der Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede Dr. med. Herald Hopf darüber gesprochen, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die Psyche auswirkt und welche Veränderungen im klinischen Alltag zu bemerken sind.

Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem Pneumologen Professor Wulf Pankow über die Gefahren durch E-Zigaretten und geeignete Methoden für den Rauchentzug gesprochen.

Der klassische Medikationsprozess im Krankenhaus ist fehleranfällig. Untersuchungen untermauern das. Dabei könnte die Digitalisierung die Arzneimitteltherapie wesentlich sicherer machen. Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) hat schon vor Jahren auf ein Closed Loop Medication Management umgestellt. Gesundheitsstadt Berlin hat mit UKE-Krankenhausapothekerin PD Dr. Claudia Langebrake über die Vorteile des digitalen Medikationsprozesses gesprochen.
Logo Gesundheitsstadt Berlin