. Seelische Gesundheit

Berliner Woche der Seelischen Gesundheit: Prävention und Früherkennung bestimmende Themen

Prävention und Früherkennung stehen im Fokus der 9. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit. Vom 10. bis 18. Oktober 2015 dreht sich alles um die Frage, wie Menschen in jedem Lebensalter ihre seelische Gesundheit erhalten und psychischen Störungen vorbeugen können.
Berliner Woche der Seelischen Gesundheit

Der Prävention psychischer Erkrankungen kommt eine immer größere Bedeutung zu

Die Zahl der Krankheitstage aufgrund von psychischen Erkrankungen steigt seit Jahren kontinuierlich an. Wie die seelische Gesundheit in allen Lebensphasen erhalten werden kann, ist daher eine zentrale Aufgabe für Politik und Gesundheitsversorgung. Aus diesem Grund steht die 9. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit unter dem Motto „Prävention und Früherkennung – eine gemeinsame Aufgabe“. Ausgehend vom Welttag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober finden verschiedene Aktionen statt, die über psychische Erkrankungen, ihre Prävention und Behandlungsmöglichkeiten aufklären wollen. Über 150 Veranstalter, darunter Berliner Kliniken, Kontakt- und Beratungsstellen, Therapiezentren oder Selbsthilfegruppen, laden zu Workshops, Vorträgen, Fachtagungen, Ausstellungen, Konzerten und vielem mehr ein.

Mit Stressfaktoren angemessen umgehen

Auch Gesundheitsstadt Berlin ist an der Berliner Woche der Seelischen Gesundheit beteiligt. Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis für Seelische Gesundheit und der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) hat Gesundheitsstadt Berlin am 9. Oktober zu einer Auftaktveranstaltung der Aktionswoche in die Berliner IHK eingeladen. Fachexperten aus Wirtschaft und Politik diskutierten das neue Präventionsgesetz und die präventive Förderung der seelischen Gesundheit.

Für die psychische Stabilität ist es entscheidend, mit Belastungsfaktoren angemessen umgehen zu können und bei ersten Anzeichen einer Erkrankung professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Schirmherr der 9. Berliner Woche der Seelischen Gesundheit Mario Czaja, Senator für Gesundheit und Soziales, sieht bei diesem wichtigen Thema jeden Einzelnen gefordert: „Alle Akteure, ob aus Politik, Fachöffentlichkeit oder Wirtschaft, müssen sich vernetzen und sich dieser Aufgabe gemeinsam stellen. Doch auch jeder Einzelne von uns kann sich in seinem Umfeld bemühen, zu erkennen, ob ein Familienmitglied, eine Nachbarin oder ein Nachbar, eine Kollegin oder ein Kollege Unterstützung in einer psychischen Krise benötigt.“

 

Internationaler Tag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober

„Die präventive Förderung der seelischen Gesundheit wird gegenwärtig zu einer gesellschaftlichen Aufgabe, die nur durch Vernetzung auf allen Ebenen zu lösen ist. Im Hinblick auf die nationale Präventionsstrategie muss dies dringend ausreichend berücksichtigt werden“, erklärt auch Professor Wolfgang Gaebel, Vorsitzender des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit.

Am Tag der Seelischen Gesundheit 2015, der am 10. Oktober stattfindet, sind in Deutschland über 50 Städte und Regionen beteiligt. Auch international wird der Tag vielerorts von Aktionen flankiert. Der Welttag der Seelischen Gesundheit wurde 1992 von der World Federation for Mental Health (WFMH) mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen und steht in diesem Jahr unter dem Motto "Dignity in Mental Health". Damit soll ein öffentliches Bewusstsein dafür geschaffen werden, was noch getan werden muss, damit Menschen mit psychischen Erkrankungen überall in Würde leben können.

Foto: Robert Kneschke / Fotolia.com

Autor: red
 

Weitere Nachrichten zum Thema Psychische Erkrankungen

 
 

Aktuelle Nachrichten aus der Gesundheit

 
. Weitere Nachrichten
Rund vier Millionen Deutsche leiden an chronischer Herzschwäche. Die „Herzinsuffizienz“ ist damit eine Volkskrankheit. Sie beginnt schleichend im mittleren Lebensalter zwischen 40 und 50. Ursachen sind meist die Koronare Herzkrankheit oder Bluthochdruck. Heilbar ist die Herzschwäche nicht. Aber 50 Prozent der Fälle ließen sich laut Deutscher Herzstiftung durch einen gesunden Lebensstil vermeiden.
 
 
. Kliniken
. Interviews
Hitzewellen sind eine reale Gefahr für die Gesundheit und lassen die Mortalitätsrate ansteigen. Gesundheitsstadt Berlin hat mit dem wissenschaftlichen Leiter des Zentrums für Medizin-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Freiburg, Prof. Dr. Andreas Matzarakis, über Hitzewarnsysteme und die Auswirkungen von Hitzewellen auf unsere Gesundheit gesprochen.
Das Essen in deutschen Krankenhäusern hat keinen besonders guten Ruf. Dabei lässt sich mit wenig Mehraufwand viel erreichen. Der Internist und Ernährungsmediziner Prof. Dr. Christian Löser erklärt die medizinischen und ökomischen Effekte einer gesunden Ernährung im Krankenhaus.
Pflegekräfte sind in der Coronakrise wichtiger denn je und gleichzeitig besonders gefährdet. Das persönliche Engagement ist und bleibt dennoch hoch. Über Wertschätzung, Sicherheitsrisiken und die Gefahr der Selbstausbeutung in Pflegeberufen hat Gesundheitsstadt Berlin mit dem Pflegeexperten Thomas Meißner gesprochen.